Sonntag, 11. Oktober 2020

11.10.20 morgens Cochem

Die Schleuse war wie geschätzt ca. um 1 Uhr, es hat mal gewackelt, er sagte ja, dass es eng ist. 

Aber um 7 Uhr waren wir noch nicht da. Schön ist die Vorauskamera. 

Gutes Kissen, gute Decke, gute Temperatur.  Dusche ist toll (im Womo wird’s nicht so komfortabel 😉), Wasser ist morgens mal sehr gechlort. 

Frühstück von 7:30-9:00, wir müssen aber um 9 fertig sein.  Laut Regenradar soll es genau dann einen längeren Schauer regnen…. Frühstück beschreibe ich mal extra. Heute ist Cochem dran, nach dem Frühstück noch mit leichtem Nebelschleier.

Wir haben den Stadtrundgang gebucht. Vor der Führung sollten wir schon um 8:45 Uhr zur Rezeption kommen und dort die Geräte abholen und die Zimmerkarten in Landgangskarten umtauschen. Erklärung, wie das funktioniert, das Band können wir behalten, Ohrdings mit Kabel nach dem letzten Ausflug abgeben oder für 3,50 behalten. Das Gerät muss immer wieder zum Aufladen zurück. Drei Gruppen nach Farben zu je 10 Leuten. 

Stadtführung mit Jeremy, der am Ende noch einen 2er extra gekriegt hat. Ein Fan von Sprichwörtern. Der Schauer am Anfang war so wenig, dass es grade für einen Regenbogen gereicht hat, ansonsten hatten wir das beste Wetter mit Sonne. Die schönsten Bilder der Reise.

Zuerst erzählt er Einiges auf dem Weg zur Brücke, ein Haufen Geschichte, interessant, aber nicht mitzuschreiben. Was wichtig ist: die Burg gehört jetzt den Bürgern, gekauft mit Hilfe des Landes. Viele kleine Anekdoten zu den Häusern, total kurzweilig, 1,5 Std waren schnell um. Corona was das zweitschlimmste Ereignis, sie sind ja auf Touristen angewiesen, das schlimmste war das Hochwasser im April und nochmal im Mai 1983, in der Hochsaison.











                        Glockenspiel







Die Mosel war früher nur bis 3 m tief, es gab Furten, wo man rüber konnte.

Es gab mal 2500 Burgen? Die meisten wurden plattgemacht, von wem? Das habe ich mir alles nicht gemerkt.

 

Für die Sesselbahn auf den Berg ist hinterher die Zeit zu knapp, da sind plötzlich zu viele vor uns.



Abfahrt 12:15 Uhr bei schönstem Wetter. Selbst die Besatzung macht viele Fotos; sie hätten letzte Woche Regen gehabt. 



 
         Was macht die Achterbahn auf dem Berg?

Mittagessen 12:30. Wieder tolle Auswahl, immer zwei Vorspeisen, zwei Suppen und drei Hauptgerichte zur Auswahl!

 


Ich habe Wasser ohne Kohlensäure genommen, das schmeckte seltsamerweise sehr nach Chlor. Was soll ich denn dazu denken? Der Fisch war ein kleiner matschiger, Axel hatte zwei große dicke Stücke, was soll denn das? Hab einen von ihm abgekriegt und der beste Eindruck ist geschmälert! Ab da habe ich nur noch Wasser „mit gas“ genommen. 😎

Kabine und Schiffsbilder Adora

 Kabine auf der rechten Seite des Schiffs:






Alle Kabinen in diesem Schiff zeigen in die gleiche Richtung, die Füße nach hinten, das Kopfteil nach vorne. "Richtigrum" müsste ich eine Kabine auf der linken Seite nehmen. Ist aber auch so schön.
 
 

Sehr viel Stauraum. 

Kleiderschrank viele Bügel. Oberschrank 3 Fächer und Safe. Unten Kühlschrank und 2 große Fächer. Fach oben, TV, 2 große Schubladen, 1 kleine. Nespresso, 3 Steckdosen. Spiegel, flache Schublade. Großer Spiegel am Eingang. Nachttische mit 2 Schubladen und 2 Steckdosen. 1 Radio. Lämpchen. Im Bad viel Stauraum, große Dusche, toller Wasserdruck (auf Knopfdruck weiterdrehen). Zeug da. 

Polster zum Anlehnen hinterm Bett.  2 Sessel 1 Tisch und unter Schreibtisch 1 Hocker. 2 Haken gür Jacken.

 Eine Nespresso-Maschine, eine Kapsel pro Person ist täglich frei, weitere bekommt man für 1,- an der Rezeption. Ist nicht nötig, Axel reichen zwei am Tag, denn es ist ja alles inklusive, deshalb kann er auch in der Lounge jederzeit einen Kaffee trinken.    Anfangs funktioniert die Maschine nicht richtig, pumpt nicht. Unser Kabinenmädchen ist grade in der Nähe, sie tauscht einfach aus gegen eine aus einer leeren Kabine, die funktioniert dann gut.
Safe und Kühlschrank sind auch vorhanden, jede Menge Kleiderbügel im Schrank, Platz ohne Ende. 
Das Bad hat eine Schiebetür, die Klospülung ist sehr laut.
Lustig ist: Das Nachtlicht geht über Bewegungsmelder an. Also auch, wenn die Tür auf ist und man sich im Bett bewegt. Wenn man allerdings nur mit dem Nachtlicht ruhig auf der Toilette sitzt, wird es nach 5 Sekunden dunkel. Man muss über dem Kopf mit dem Arm wedeln oder sich sonstwie bewegen, damit es nicht ausgeht. 😂😂😂 
Und was ich jeden Tag denke: Sie könnten mal die Fenster putzen!
Schöne Aussichten!
Jeden Abend gibt es das Tagesprogramm und ein Stück Schokolade; nachts kommt eine Tagesrundschau, eine vierseitige Zeitung, unter der Tür durch. 
Zwischenabrechnung am letzten Tag, man konnte irgendwann die Kreditkarte registrieren und hatte dann nix mehr damit zu tun, wenn die Endabrechnung am letzten Morgen stimmte.
 
Ein bisschen Schiff: 
Der hintere Teil des oberen Decks ab der Treppe ist fast immer komplett abgesperrt, d.h. die Geländer sind umgelegt. Es war nicht wegen der niedrigen Brücken, andere Phoenixschiffe waren komplett aufgebaut. Ich vermute eher, dass sie nicht ständig umbauen wollten, da der Platz für die nur 80 Gäste nicht gebraucht wurde. Man hatte ja vorne und hinter dem Steuerhaus mit einer Überdachung
für die Raucher, es war nie zuwenig Platz draußen. Allerdings auch manchmal voll.


                                   Vor dem Steuerhaus 
                       Fitnessraum
Das ist ganz hinten, hinter dem nicht genutzten kleinen Zusatzrestaurant. Man kann Fahrräder ausleihen, dann bekommt man sie zur gewünschten Zeit vors Schiff gestellt.
Hinteres Restaurant, nicht in Betrieb:

  Das ist die Aussicht nach vorne, man kann überdacht und windgeschützt sitzen. 
                          Restaurant am Eingang:
Restaurant hinten, wir sitzen am letzten Tisch.





Was ohne Bild rein muss, ist der Bordmusiker, er heißt Dimitar und spielt immer zum Kaffee und abends nach dem Abendessen in der Lounge, sehr angenehme Hintergrundmusik, eingentlich Tanzmusik, allen gefällts, seine Auswahl hat vermutlich bei niemandem Kritik ausgelöst. Es war so angenehm und unauffällig, dass ich ihn auf dem Bewertungsbogen nicht erwähnt habe, was mich jetzt hinterher ärgert. Die Abende in der Lounge waren angenehm. Warum schreibe ich das alles? Es gibt auch andere Möglichkeiten, anders angenehm 😄😁.

Den Abendsnack um 22:30 Uhr habe ich nie registriert bzw. probiert. 
Der Koch war klasse! Wenn ihr die Essensbilder anguckt, seht ihr es. Kreativ und gut und sehr schön dekoriert. (Das schreibe ich, die Deko überhaupt nicht kann).
Und positiv aufgefallen ist unser gemütlicher, aufmerksamer Kellner Jack aus Rumänien, der manchmal aus Serviette eine Rose gebastelt hat. Sah richtig gut aus! Das Team war insgesamt nett und angenehm.
 



Samstag, 10. Oktober 2020

10.10.20 Anreise, Einschiffung Adora

Abfahrt gemütlich, nach Verpacken des Hauses um 9:30 Uhr los.
Irgendwie ist jetzt mehr dabei als sonst beim Fliegen, wir brauchen für die 9 Tage zwei große Koffer. Sonst brauchten wir nur einen großen und einen kleinen... Und nebenbei kommt immer mal wieder ein Gedanke: im Wohnmobil hat man den ganzen Hausrat dabei.

Oft Sonne und schon gelegentlich herbstlich gefärbt. Raser gehören abgehoben.... unverantwortlich. 

Um halb 1 angekommen in Köln. Parkhaus Zoo, wegen Klo mal dorthin gelaufen, sie haben es uns erlaubt auf Anfrage, nacheinander. 

Kurz entschlossen: das Wetter ist gut, Zeit ist genug, wir fahren mit der Seilbahn über den Rhein, 7,- hin und rück, drüben ist die Claudius Therme und Park, Schiffe fotografiert, zurück, Koffer geholt, 20 Min. laufen bis zur Deutzer Brücke. 






Keiner sonst da zum Einchecken, desinfizieren, Temperatur messen (32,x Grad, naja, lebe ich noch?), Gesundheitsbogen abgeben, wir informieren, dass wir danach wechseln aufs nächste Schiff und bekommen die Info, dass wir am Donnerstag drüben auf der anderen Seite liegen werden. Er will dort anrufen und uns ankündigen, dass wir gleich die Koffer abgeben können. 

Einschiffungsfoto:


 

An Rezeption Karten bekommen, Tisch bestellen, er wollte uns Nr. 1 direkt an Tür und an der Wand geben, nee, oder???,  Protest unter Belustigung der herumsitzenden Leute (was hocken die da eigentlich im Speiseraum rum?), dann hat er noch den jeweils ersten ganz oben, ob 14 oder 27, gelost, es wurde 14 rechts. An diesem Tisch haben wir auf der Asara auch gesessen, passt, man kriegt viel mit. Wieso sind die guten Plätze in der Mitte und an den Fenstern eigentlich alle schon vergeben? Waren wohl alle schon da.

Kabine ist cool, aber falschrum😂, Koffer ausgepackt, viel Platz. Schiff ist von 2019. 

Vor der Sicherheitseinweisung gibts noch Kaffee und Kuchen. Ich frage nach Früchtetee. Die Kellner sind alle extrem nett und freundlich, könnte man alle mit heimnehmen. Aber was sie bringt, ist ein kleines Tässchen mit einem Teebeutel. Ich trinke den sonst mit der vierfachen Menge Wasser...  Axel lässt sich die Tasse voll machen, sie lassen immer zu viel Platz für Milch, die er nicht braucht ;-).

Platz für 190 Gäste, erlaubt sind zur Zeit 140, wir sind 80. !! Privatyacht.


16:15 Uhr Sicherheitsinfo und Ausflugsinfos, die man noch bis 17:30 Uhr buchen kann. Wir hatten vorher reserviert und die Bestätigung schon in der Kabine vorgefunden. Gezahlt wird erst übers Bordkonto.

Temperaturmessen findet täglich einmal immer abends vor dem Abendessen statt, dann steht der Hotelchef wie eine Säule im Eingang vom Restaurant, hält jedem die Pistole an die Stirn und lässt nur "Grüne" durch. Es sind immer alle grün. Aufgeschrieben wird hier nichts, (manches muss ich erwähnen im Vergleich zum nächsten Schiff).

Einer hat immer an der Rezeption Nachtschicht, muss Rundgänge machen, ab 22 Uhr. 

Sie sagen auch, man soll nicht wifi buchen, 3,- pro Std, 10,- pro Tag, 30,- gesamte Reise 

Zell fällt aus, wir sind zu lang. Ach, so plötzlich? :-)😂 Seltsam dass sie das nicht vorher wussten. Statt dessen Traben-Trarbach, und auch hier bieten sie eine Weinprobe an, die wäre lustig.

Statt Trier halten wir in Schweich. Das ist ja ganz woanders! Ziemlich doof, zu weit weg. Dann gucken wir halt das an.

 

Das Schiff ist 11,45 m breit, die Schleusen sind 12 m, deshalb muss man damit rechnen, dass es mal ruckelt, wenn er nicht richtig trifft. Auch heute Nacht schon mal.
Von 650 Flussschiffen fahren 25, sagen sie.

Dann fahren wir ab. 

Die Reise heißt übrigens: "Rhein und Mosel Intermezzo"






An diesem Abend fährt er - wenn wir gucken - 6,6 - 7,4 Knoten.

Die Durchsagen kommen vom Kollegen von Beatrix. Ich dachte erst, Lehrling 😂, aber Manuel Hauck hat schon 9 Weltreisen hinter sich und hilft jetzt hier mit, sonst wäre er ja arbeitslos. So wie z.B. Bernd und die anderen Kollegen auf anderen Flussschiffen. Jedenfalls hat er eine angenehme Stimme, man hört ihm gerne zu, wenn er was zu erzählen hat.

Umziehen mit Blick auf Kormorane, die Landschaft fährt vorbei, es gibt immer was zu Gucken. Toll. Wir düsen ganz schön schnell, gefühlt. 


Oben auf Deck ist der hintere Teil runtergeklappt und gesperrt, also nur vorne und direkt hinter dem Führerhaus bis zu den Treppen begehbar. Hm. Wir überholen die Aurelia, die ist voll aufgebaut. 

Viel Verkehr auf dem Rhein!

 

Allgemeine Durchsage zwischendurch, Lautstärke kann man am Bett verstellen, man könnte Räder leihen. Haben wir aber nicht gemacht, ergab sich nicht. Und danach war es kalt... 

Restaurant hinten hat geschlossen. 

Achtung in den drei letzten Kabinen von hinten vibriert es ordentlich. Wir waren im oberen Flur, das wäre störend. Dann lieber vorne falschrum 😂.

Pause in Kabine mit Aussicht auf Chemie. Ist kühl, Auslass ist über Kleiderschrank. Zieht nicht irgendwohin. Hier ist Fensterputzen nötiger als bei mir daheim... 

18:30 Uhr Sekt vom Kapitän, hier die Chefs, rechts der gute Musiker

Kreuzfahrtchefin ist Beatrix Aretz, die echte, sagt sie selbst (in Anlehnung an das Traumschiff). Sie dankt uns, dass wir es wagen, Urlaub zu machen und ihnen damit Arbeit verschaffen. 

Kapitän ist Alexander Kamenov

Hoteldirektor Sandor Csonka, aus Budapest. Dort sollte das Schiff eigentlich fahren... die Adora ist für die Donau gebaut.

Jetzt habe ich noch den ganz wichtigen Küchenchef vergessen: Janos Tallosi. Sollte man sich merken! Es kommt viel Tolles auf uns zu (Anmerkung von hinterher).

19 Uhr essen, immer an demselben Tisch. Ich dürfte zum Frühstück meinen Teebecher mitbringen oder es gibt Kännchen. Ich nutze dann nur Kännchen, hole nur einmal in der Bar heißes Wasser in den eigenen Becher. Das erlauben sie auch, ich hatte gedacht, dass es aus Hygienegründen vielleicht nicht erlaubt ist.

Der inklusive Weißwein schmeckt heute etwas bitter, muss mal den Rosé probieren. Jetzt kommen die Fotos davon:







Wenn ich mir jetzt hinterher angucke, wie toll das alles angerichtet und dekoriert ist, dann weiß ich, dass ich die Küche im 2. Schiff zu gut bewertet habe....

Essen ist excellent! Axel braucht hinterher einen Schnaps, dann kommt noch das übliche Bier, solange sind wir in der Lounge. Die füllt sich ein bisschen (mit Abstand), ein Unterhalter spielt und singt auch. (Der war so gut, dass ich ihn auf dem Beurteilungsbogen extra hätte erwähnen sollen. Aber da wusste ich noch nicht, was uns auf dem zweiten Schiff erwartet und habe ihn als selbstverständlich hingenommen.) 

Leider sieht man draußen nix mehr, nur manchmal Lämpchen. Und einen Zug.

Dann ist Schlafenszeit.